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| Home | Entstehungsgeschichte |
Der Vorläufer der OASE Berlin entstand Ende der 1980er Jahre in Ost-Berlin als private Initiative zweier Bürgerinnen, Hannelore Nischik und Editha Kindzorra, die Flüchtlinge in ihrer Nachbarschaft in Berlin-Pankow unterstützten. Zu Beginn galt diese Fürsorge insbesondere russischstämmigen jüdischen Einwanderern. Da im Zuge der Wiedervereinigung der Beratungsbedarf zunahm, vor allem bei ehemaligen Vertragsarbeitern der DDR aus Vietnam und Kuba, wurden die privaten Anstrengungen institutionell ausgebaut. Als eines der ersten gesamtdeutsch organisierten Sozialprojekte für Flüchtlinge begann die OASE Pankow 1991 eine Zusammenarbeit mit der Kontakt- und Beratungsstelle für Flüchtlinge und MigrantInnen in Berlin-Kreuzberg.
1997 wurde auf dieser Grundlage der Verein OASE Pankow e.V. gegründet.
Im Jahr 2000 erhielt das Bildungsprojekt von OASE Pankow e.V. den Integrationspreis der Ausländerbeauftragten des Senats von Berlin für seine Arbeit auf dem Gebiet der Integration durch Spracherwerb.
Unter dem jetzigen Einrichtungsleiter Thorsten Falkenberg begann ab dem Jahr 2001 eine stetige Erweiterung des Betätigungsfeldes um Bildungsangebote (ESF- und BAMF-geförderte Integrations- und Sprachkurse) und das Schaffen von Möglichkeiten zur interkulturellen Begegnung. So werden in der hauseigenen Begegnungsstätte nun sowohl Veranstaltungen im Bereich der politischen Bildung organisiert als auch Kultur „zum Mitmachen und Anfassen“ in Form von Workshops und Länderabenden geboten.
Die Etablierung des infolgedessen entstandenen Projektverbunds als OASE Berlin im Jahr 2008 bezeichnet den erweiterten Aufgabenbereich, die größere Zielgruppe und den überregionalen Anspruch. Mit ihrer Angebotsvielfalt in Form von ineinander greifenden Integrations- und Kulturprojekten ist die OASE Berlin mittlerweile zu einem der Zentren im Bereich der interkulturellen Arbeit im Bezirk Pankow und darüber hinaus geworden.
2009 bekam der Verein mit seinem Projektverbund als Anerkennung für die langjährigen Bemühungen um Integration und Völkerverständigung den Jahrespreis der Helga und Edzard Reuter-Stiftung verliehen.
Mittlerweile sind um die fünfzig Mitarbeiter in der OASE Berlin beschäftigt, viele davon in öffentlich geförderten Beschäftigungsverhältnissen oder ehrenamtlich.
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