[25.11.2019]

Öffentliche Stellungnahme zum Vorfall am 19.11.2019 in unserer Beratungsstelle

OASE Berlin e.V. distanziert sich ausdrücklich von den beschriebenen Aussagen der Mitarbeiterin unseres Beratungsprojekts, in denen diskriminierende Stereotype gegenüber Roma geäußert wurden. Sie entsprechen in keinster Weise unserer Organisationsphilosophie und spiegeln weder die Meinung der Organisationsmitglieder noch der restlichen Mitarbeitenden wider. Die wiedergegebenen Aussagen stehen unserem Leitbild deutlich entgegen, welches die Basis unserer Arbeit darstellt. Das Eintreten gegen jede Form von Diskriminierung und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit wird stets im Fokus unserer Arbeit stehen.

Somit können wir die entstandene Empörung sehr gut nachvollziehen und wir bedauern zutiefst den geschilderten Verlauf des Gesprächs. Es ist uns wichtig, schnellstmöglich auf den beschriebenen Vorfall zu reagieren, weshalb wir bereits Konsequenzen eingeleitet haben: Die Mitarbeiterin hat mit sofortiger Wirkung ihre Aktivitäten im Projekt eingestellt. Bis auf Weiteres steht für sämtliche Anfragen unsere Projektleitung unter beratung-roma@oase-berlin.org zur Verfügung. Bezüglich des weiteren Verlaufs des Projekts befinden wir uns in enger Abstimmung mit dem Bezirksamt Pankow und der zuständigen Senatsverwaltung.

Wir sind immer dankbar über Hinweise und Rückmeldungen, sollte es im Rahmen unserer Projekttätigkeiten zu Vorfällen kommen, die unseren Organisationsprinzipien und Leitlinien widersprechen. Als Leitung und Vorstand der OASE Berlin sind wir für Kritik und Beschwerden immer direkt ansprechbar und nehmen Rückmeldungen dieser Art sehr ernst. Die OASE Berlin engagiert sich seit 28 Jahren mit professioneller Arbeit für in Berlin lebende Menschen mit Migrations- und Fluchtgeschichte und tritt entschieden gegen Diskriminierung und Ausgrenzung jeglicher Art ein.

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[21.11.2019] WICHTIGER HINWEIS:

*** Es kam zur Verwendung rassistischer Stereotype gegenüber Roma in einem Projekt der OASE Berlin. Die Mitarbeiterin hat mit sofortiger Wirkung ihre Aktivitäten im Projekt eingestellt. Weitere Schritte werden mit dem Bezirksamt Pankow und der Senatsverwaltung (als Mittelgeber) besprochen. Wir machen die nächsten Schritte transparent.***

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Im Rahmen des Projekts „Einführung der Familien in die deutschen Kultur- und Gesellschaftsverhältnisse; Sprachmittlung an Schulen (für die Altersgruppen von 6 – 19) und Verweisberatung Arbeitsmarktintegration (für die Altersgruppe 16 – 27) – im Bezirk Pankow“

bietet die OASE Berlin

Unterstützung und Beratung für Roma-Familien, insbesondere in der Kommunikation mit Schulen

Wir sind Ansprechpartner*innen für die Mitarbeitenden aller Schulen und Bildungsträger des Bezirksamtes Pankow, die mit dem Personenkreis der Roma zusammenarbeiten.

Hauptbestandteil des Projektes ist die Beratung und Sprachmittlung für Kinder und Jugendliche aus Roma-Familien und ihre Eltern. Wir unterstützen dabei nicht nur Lehrkräfte, Erzieher*innen, Sozialarbeiter*innen und Mitarbeiter*innen aller Schulen und Bildungsträger des Bezirksamtes Pankow, sondern auch die betroffenen Familien. Die Familien werden von uns nach Möglichkeit betreut und bei der Lösung schulbezogener Probleme unterstützt.

Damit möchten wir Ausgrenzungstendenzen an den Schulen in Pankow entgegenwirken und diese präventiv bekämpfen. Gleichzeitig möchten wir Personen für die Situation der Roma sensibilisieren und sie bei ihrer Arbeit durch Vermittlung unterstützen.

Was bieten wir konkret an?

Grundsätzlich werden Schulen und Bildungsträger in der Kommunikation mit Kindern und Jugendlichen aus Roma-Familien und ihren Eltern unterstützt. Wir dienen als verlässliche Ansprechpartner*innen auch für die betroffenen Familien mit kontinuierlicher Begleitung bei schulbezogenen Problemen.

Dies beinhaltet:

  • Sprachmittlung bei Elterngesprächen, Elternabenden und schulischen Großveranstaltungen
  • Vermittlung zwischen Schulen/Bildungsträgern und Roma-Familien
  • Aufklärung über das deutsche Schulsystem
  • Sensibilisierung der betroffenen Mitarbeiter*innen mit dem Ziel, die Situation der Roma in ihren Herkunftsländern zu erklären und Verständnis für die sozioökonomische Lage der Betroffenen zu wecken
  • Begleitung und Unterstützung in Gesprächen zwischen den Familien und Schulen/Bildungsträgern
  • Hilfe bei der Erarbeitung von realisierbaren Zielen und Zwischenzielen
  • Aufzeigen von Problemlösungsstrategien
  • Kommunikation und enge Zusammenarbeit mit Mitarbeiter*innen der Schulen und Bildungsträger
  • Unterstützung beim Abbau von Kommunikationshemmnissen
  • Hilfestellung und Verweisberatung an Fachberatungsstellen bei alltagsbezogenen Problemen
  • Stärkung eigenverantwortlichen Handelns und interkultureller Kompetenzen

Kontakt:

Tel.: 030 300 2440 40
beratung-roma@oase-berlin.org

Das Projekt wird durch die Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales gefördert.

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