Am vergangenen Sonntag ging die diesjährige Berlinale zu Ende. In vielen der präsentierten Filme stand das Thema “Flucht” im Mittelpunkt. Um die kulturelle Teilhabe Geflüchteter zu fördern, den kommunikativen Austausch zwischen Einheimischen und Neuankömmlingen anzuregen und das Engagement ehrenamtlicher Unterstützer zu würdigen, wurde vom Berlinale-Team das Projekt “Patenschaften für Kinobesuche” organisiert. Im Rahmen des Projekts wurden Freikarten für Berlinale-Filme vergeben, die Ehrenamtliche als Paten mit ihnen bekannten Geflüchteten besuchen konnten.

Die OASE Berlin hat mit zwei ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen am Patenschaftsprojekt teilgenommen und vier Filmvorstellungen besucht. Trotz einiger orgMali-Berlinaleanisatorischer Schwierigkeiten gab es ein reges Interesse. Die vier Filme “Junction 48” (Israel, Deutschland, USA), “The Music of Strangers: Yo-Yo Ma and the Silk Road Ensemble” (USA), “Valderama” (Iran) und “Nunca vas a estar solo (You’ll Never Be Alone)” (Chile) behandelten teils kontroverse politische Themen und moralische Fragestellungen: so zum Beispiel das Zusammenleben von Israelis und Palästinensern in Israel, den Kampf ums Überleben auf der Straße, Geschlechterrollen, Drogen sowie Homophobie und Gewalt. Es ging aber auch um die Kraft von Kunst und Musik als Spiegel verschiedener Kulturen und gesellschaftlicher Umstände. All diese Themen haben in der Tat interessante Gespräche und Diskussionen unter allen Teilnehmern ausgelöst.

Wir freuen uns, dass wir an diesem Projekt teilnehmen konnten und bedanken uns herzlich bei den Organisatoren!

Rike-Berlinale