Der internationale politische Film

Freitag, 26.08.11 um 19 Uhr im Café OASE

Im Spannungsfeld zwischen Tradition, Religion und Moderne entfaltet Ousmane Sembène das Thema weibliche Genitalverstümmelung als menschenverachtende Praxis am Beispiel eines afrikanischen Dorfes. Im Fokus des Films steht der Kampf der Protagonistin Collé, die sich weigert, ihre einzige Tochter beschneiden zu lassen. Trotz der Gefährdung der Heirat ihrer Tochter und zunehmendem Druck der Dorfgemeinschaft kämpft sie für die weibliche Emanzipation von der traditionellen Ordnung. Die Neuigkeit verbreitet sich und weitere Betroffene fordern bei Collé das Moolaadé an, den magischen Bann, der die Mädchen in einen unantastbaren Schutzraum stellen soll…

Der Film wurde 2004 in Cannes mit dem “Prix un certain regard” ausgezeichnet. Er ist nicht nur spannend und aussagekräftig, sondern auch künstlerisch hervorragend umgesetzt. (Senegal/France/Burkina Faso/Cameroon/Morocco/Tunisia 2004, 120 Min.)

Moolaadé in der IMDb…